Presse

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Tage der offenen Ateliers Emotionen auf die Leinwand gebannt
Von RAINER BEUTEL

An den Tagen der offenen Ateliers, die kreisweit veranstaltet werden, zeigen seit Jahren vier Künstlerinnen aus Nauheim ihre Arbeiten regelmäßig. Kommendes Wochenende gesellt sich eine weitere Malerin hinzu, die alles andere als ein Neuling ist.

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Rathausrotunde Rüsselsheim

Ausstellung „Zeichnung und Malerei“ 2015

„Sabine Pillwitz-Schaums Malerei folgt keinem vorgegebenen Entwurf, sondern entwickelt sich während des Malprozesses. So verstehen sich die Schichtungen der Farbe, die Übermalungen, das absichtsvolle Durchscheinen-lassen unterer Farblagen als Spuren assoziativer Erweiterungen des Bildgeschehens, das von einem Hauptmotiv seinen Ausgang nimmt. Schließlich werden alle Elemente, Flächen und grafische Muster, realistisches Abbild und schablonenhafte Abstraktion in ein harmonisches Ganzes überführt, gehalten von einem einheitlichen Farbklang und einer fein abgestimmten Balance der Formen.

Es klingt doch in allen Werken immer die staunende Betrachtung des Wunders des Lebens an, wie von der kleinsten Zelle bis zum fertigen Lebewesen sich der Bauplan der Schöpfung immer wieder erfüllt.“

Brigitte Bösken-Grimm, Kunsthistorikerin


Galerie Kunstforum im Alten Haus, Seligenstadt
„Köder und Falle“, Nov./Dez. 2005

„Das malerische und grafische Werk von Sabine Pillwitz-Schaum ist inspiriert von der Vielfalt der Lebensformen, die außerhalb des alltäglich Sichtbaren, unter der Oberfläche der Dinge, ihre faszinierende Existenz entfalten. Aus dem reichhaltigen Vokabular der Schöpfung kreiert sie einen eigenen Mikrokosmos, der nur zufällige Ähnlichkeit mit tatsächlichen Strukturen aufweist. In Wahrheit sind es abstrakte Gebilde, die aus Intuition und Imagination heraus entstehen… Mit Köder und Falle bezeichnet die Künstlerin einen Prozess der Verführung, der als Antrieb aller Lebensprozesse verstanden werden kann. Er gilt für die Fortpflanzung der Arten gleichermaßen wie für das soziale und wirtschaftliche Handeln und nicht zuletzt auch für die Kunst.“ (Kunstverein Seligenstadt)


Kunst im Katasteramt
Ausstellung „Mysterium Magnum“ 2003

„In dieser Ausstellung sind frühe Collagen, Grafiken und Gemälde aus der Serie „Cocooning“ mit neuesten Arbeiten vereint. Sie sind inhaltlich verbunden durch das in Pillwitz-Schaums Werk immer wiederkehrende Thema der existentiellen Einsamkeit des Menschen und ihrer möglichen Überwindung in der Begegnung der Geschlechter.

Sie …(die Menschen)…sind nicht mit individuellen Merkmalen ausgestattet, sondern als Schablonen ins Bild gesetzt. Die Verwendung der Schablone kennzeichnet hier die persönliche Wahrnehmung als ein über das individuelle Schicksal hinaus weisendes allgemeines Erleben. In diesem Sinne hat Sabine Pillwitz-Schaum bereits häufig Scherenschnitte und Schablone verwendet und damit jedes Mal auf die Gemeinsamkeit emotionaler Erfahrungen verweisen.

In den Arbeiten von Sabine Pillwitz-Schaum liegen Heiterkeit und Trauer, Ernst und Ausgelassenheit dicht beieinander und oft meint man ein schelmisches Augenzwinkern wahrzunehmen, wenn die Sache allzu dramatisch wird. Dieses Umkippen von Ernsthaftigkeit in Ironie und die eigentümliche lyrische Stimmung ihrer Arbeiten bringt sie in die Nähe von Dichtern wie Heinrich Heine oder Ulla Hahn.“

(Brigitte Bösken Grimm, Kunsthistorikerin)


Erotisch, körperlich, satirisch
Rüsselsheimer Echo vom 27.11.2003 zur Ausstellung „Köder und Falle“ von Sabine Pillwitz-Schaum im Frauenzentrum Rüsselsheim

„ Der Mensch steht im Mittelpunkt der Kunst von Sabine Pillwitz-Schaum…

Rein optisch ist dies vielleicht die schönste Schau, welche die Organisatorin Susanna Willms seit Jahren konzipiert hat…

Als Metapher für Verlockung und Verführung durchzieht die Motive in „Köder und Falle“ eine furiose Sinnlichkeit und libidinöse Energie – farbenprächtige Formenwelt voll rätselhafter Zeichen.“


Landschaftsmuseum Seligenstadt
Ausstellung des Berufsverbandes bildender Künstlerinnen und Künstler Südhessen„Gegenwind“, 2000

„In der von Sabine Pillwitz-Schaum geschaffenen Serie „Babylon ist überall“ offenbart sich eine nachdenkliche und kritische Persönlichkeit, die neben einer klaren Bildaussage den individuellen Erfahrungen des Betrachters Spielraum läßt. Auf subtile Weise beschäftigt sich die Künstlerin mit dem Verhältnis des Menschen zu sich und den Dingen in unserer Zivilisation. Sie stellt die Frage: Müssen wir alles, was wir können? Wissenschaft kann genutzt oder benutzt werden. Hochentwickelte Technik erfordert eine blitzwache und verantwortungsvolle Gesellschaft.“